Meine Augen kann ich Schließen, aber meine Ohren...? Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS)

Das Thema ADS bzw. ADHS wird in der wissenschaftlichen Literatur kontrovers diskutiert.

Während Experten wie Coles, Fleisher oder Breggin so weit gehen zu sagen, dass das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom jeglicher fundierter Beweise entbehrt, gehen viele andere Experten davon aus, dass ADS/ADHS ein neurologisches Syndrom ist, das möglicherweise genetisch bedingt sei.

Nur in einer Sache sind die Fachleute sich einig und geben zu: „Die primäre Ursache und der Mechanismus, der dem ADS bzw. ADHS zugrunde liegt, bleiben bis heute unbekannt“.

Studien, die eine Veränderung der Funktion und Struktur der Gehirne bei ADS- bzw. ADHS-Betroffenen nahelegen, sind wissenschaftlich nicht aussagekräftig, da die Verwechslung von Ursache und Wirkung nicht auszuschließen ist (Hüther/Bonney 2002). Außerdem konnten bis heute nicht eine einzige Gehirnverletzung, kein einziges Neurotransmittersystem und kein einziges Gen als primärer Auslöser von ADS/ADHS identifiziert werden.

Eines ist aber unbestritten: Die Zahl der Kinder und Erwachsenen, die unter den Symptomen von ADS bzw. ADHS leiden, steigt seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute exponentiell an.

Nun, da die primären Ursachen bis heute unbekannt sind, können auch wir lediglich an den Symptomen der beiden Störungsbilder ansetzen.

Hierbei greifen wir auf die, über viele Jahre gesammelten Erfahrungen in der Testung und Arbeit mit ADS- bzw. ADHS – Betroffenen zurück.

Zusätzlich zu den in der klassischen Medizin bestehenden Behandlungsmodellen für ADS und ADHS (meistens medikamentöse und verhaltenstherapeutische Intervention), kommen aus unserer Sicht weitere ungünstige Faktoren in Frage, die es lohnt anzuschauen und, die jeweils mit einem bestimmten Testergebnis unserer Testungen in Verbindung stehen.


Dies können sein:

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Allergien
  • Schwangerschafts- oder Geburtstrauma
  • Angststörungen
  • U.e.m.

Deuten unsere Testergebnisse auf eine dieser Störungen hin, so verweisen wir zunächst auf die Abklärung bzw. Behandlung  durch einen Spezialisten. Wir verfügen über ein breites Netzwerk zur Gewährleistung einer interdisziplinären Vorgehensweise.

Liegt keine dieser Faktoren vor, kann direkt mit dem Tomatis®-Hörtraining begonnen werden. Unserer Erfahrung nach können fast alle ADS-Betroffenen den Umgebungsschall nicht gut herausfiltern. Sie sind überpenetriert mit einer Vielzahl an Schallereignissen, vor denen sie keinen Schutz finden. Ob es das Ticken der Küchenuhr, das Kratzen der Malstifte in der Schule oder die Regentropfen auf den Dachpfannen ist. Alles prasselt auf das Wahrnehmungssystem ein, ohne dass die Betroffenen sich wehren können. Sie scheinen aber Schutz zu suchen, indem sie versuchen, sich zurück zu ziehen. Oft wirkt das auf das Umfeld so, als seien sie am Träumen. Tatsächlich sind sie auch „abwesend“, allerdings permanent mit einem guten Dutzend, gleichzeitig einwirkender Schallereignisse beschäftigt. Dann kann es den Betroffenen einfach nicht gelingen, den Anforderungen gerecht zu werden, die von den Anderen (z.B. in der Schule) an sie heran  getragen werden.

So kann es ja nun wirklich nicht weitergehen? Aber wie geht es dann weiter?