Die Grundlagen

Hörtraining im Tomatis Institut
Die Entdeckungen über die enge Beziehung zwischen Ohr und Stimme wurden durch unzählige klinische Untersuchungen bestätigt, die Alfred TOMATIS in einem französischen Luftfahrtunternehmen an einer breiten Auswahl von Arbeitern durchführte, die starkem Fabriklärm ausgesetzt waren. Sie zeigten bei den Arbeitern ähnliche Hörschäden, wie Tomatis sie auch bei professionellen Sängern festgestellt hatte. Dies sollte das Thema von Forschungsarbeiten an den Pariser Akademien der Wissenschaften und der Medizin in den Jahren 1957 und 1960 werden. Das Prinzip, fortan "TOMATIS-Effekt" bezeichnet, ist in drei Gesetzen formuliert, die wie folgt lauten:
  • Die Stimme enthält nur, was das Ohr hören kann.
  • Wenn das Hören beeinflusst wird, wird auch die Stimmgebung sofort und unbewusst verändert.
  • Durch eine über einen bestimmten Zeitraum vorgenommene Stimulation des Hörens kann die Phonation dauerhaft verändert werden.
Darüber hinaus basiert diese Methode auf einer Reihe von Anschauungen, wie sich das menschliche Wesen entwickelt, wie es Informationen aufnimmt und verarbeitet, und wie es mit sich und seiner Umwelt kommuniziert. Diese Anschauungen gehen u.a. von folgenden Punkten aus:
  • Die Hörqualität, die sich aus einer Synergie zwischen der durch das Vestibularsystem bewirkten raum-zeitlichen Wahrnehmung einerseits und der durch die Cochlea ermöglichten akustischen Analyse andererseits ergibt, hat unmittelbare Auswirkungen auf die Entwicklung und das Verhalten des Menschen.
  • Das menschliche Ohr hat die Fähigkeit, Informationen über die Wirkung der Schwerkraft und über die akustische Umgebung an das Gehirn weiterzuleiten und gleichzeitig den Cortex zu stimulieren.
  • Differenziertes Hören und gesteigerte Aufmerksamkeit im Hinblick auf den sprachlichen Ausdruck sind Voraussetzungen für andere Entwicklungsfaktoren wie Erkenntnisvermögen, Kommunikation, Sozialisierung und adaptive Reifung.
  • Eine Verbesserung des Zuhörens und des kommunikativen Antwortverhaltens vermindert Frustrationen, schlechte Laune und andere unangepasste Verhaltensweisen.
  • Besseres Zuhören und erhöhte Aufmerksamkeit im verbalen Ausdruck ermöglichen eine volle Integration in familiäre, soziale und schulische Aktivitäten.
  • Die TOMATIS-Methode eignet sich in jedem Alter zur Stimulation der Hörsensibilität und der sich daraus ergebenden Kommunikationsfähigkeit. Das Ohr sendet während des gesamten Lebens einen nicht abreißenden Strom von Signalen, die aus dem Gleichgewichts- und dem Hörorgan kommen, zur Stimulation an das Gehirn.
  • Bei Entwicklungsverzögerungen eines Kindes ist es immer hilfreich, zum frühest möglichen Zeitpunkt zu intervenieren, um zu verhindern, dass sich der Unterschied zwischen normaler und verzögerter Entwicklung vergrößert.
  • Die TOMATIS-Methode kann einen positiven Einfluss auf das menschliche Nervensystem haben und sich vorteilhaft auf vielerlei kognitive Blockaden und Verhaltensweisen auswirken.
  • Für die Entwicklung des menschlichen Potentials ist es unerlässlich, dass Gleichgewicht und Gehör, zwei der wichtigsten menschlichen Systeme der sensorischen Integration, optimal arbeiten und zusammenspielen.

 
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